Storytelling

Emotionales Storytelling: Wie Marken durch Geschichten im Gedächtnis bleiben

Written by Joachim Dreher

20 März 2025

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Geschichten faszinieren uns, solange wir denken können. Schon als Kinder hören wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit gespannt und fasziniert zu, wenn uns jemand eine Geschichte vorliest und so in eine andere Welt entführt. Ein intuitives Verhalten, das im Erwachsenenalter nicht aufhört. Emotionale Geschichten prägen sich ein, berühren uns und bleiben uns länger im Gedächtnis als bloße Fakten. Genau das macht sich emotionales Storytelling – eine der wirkungsvollsten Methoden, um Marken nachhaltig in den Köpfen der Menschen zu verankern – zunutze.

Warum emotionales Storytelling so stark wirkt?
Emotionen sind der Schlüssel zu unserem Gedächtnis. Wenn wir etwas mit einem Gefühl verbinden, bleibt es länger in unseren Erinnerungen haften. Eine gute Story schafft es deshalb eben auch, eine Marke mit bestimmten Emotionen zu verknüpfen: Vertrauen, Freude, Inspiration oder auch Mitgefühl. Dadurch wird nicht nur die Aufmerksamkeit der Zielgruppe geweckt, sondern auch eine langfristige Bindung aufgebaut. Zudem kann emotionales Storytelling helfen, komplexe Sachverhalte verständlicher und nahbarer zu machen. Statt trockene Fakten aneinanderzureihen, werden Informationen in eine fesselnde Erlebniserzählung eingebettet, was die Aufnahme und das Speichern der Botschaft erleichtert.

Die Bausteine einer guten Markenstory
Erfolgreiche Geschichten bestehen zumeist aus mehreren Kernelementen:

  1. Eine starke Hauptfigur: Menschen lieben es, sich mit Charakteren zu identifizieren. Eine Markenstory braucht daher eine Hauptfigur, mit der sich die Zielgruppe verbunden fühlt.
  2. Ein Konflikt oder eine Herausforderung: Spannung hält uns bei der Stange. Eine gute Geschichte zeigt, wie jemand eine Hürde überwindet oder eine schwierige Situation meistert.
  3. Eine emotionale Verbindung: Ob Freude, Trauer oder Begeisterung – eine Story muss Gefühle wecken, um im Gedächtnis zu bleiben.
  4. Eine klare Botschaft: Am Ende sollte immer eine Message stehen, die die Marke in Verbindung mit einem bestimmten Wert oder einer Haltung bringt.
  5. Authentizität: Eine Geschichte wirkt nur, wenn sie echt ist. Kunden erkennen schnell, wenn etwas aufgesetzt oder konstruiert wirkt. Glaubwürdigkeit ist daher entscheidend.
  6. Multimediale Umsetzung: Eine Story muss nicht nur geschrieben werden. Videos, Bilder und interaktive Inhalte können sie noch lebendiger machen und die emotionale Wirkung verstärken.

Erfolgreiche Beispiele für emotionales Storytelling
Viele bekannte Brands setzen bereits gezielt auf berührende Markengeschichten:

  • Nike erzählt Geschichten von Sportlern, die Widrigkeiten überwinden und ihre Grenzen sprengen. Die Kampagne „Just Do It“ zeigt inspirierende Beispiele aus der echten Welt und ermutigt Menschen, ihre eigenen Herausforderungen zu meistern.
  • Coca-Cola verbindet Menschen mit Geschichten über Freundschaft, Glück und besondere Momente. Kampagnen wie „Share a Coke“ („Trink ’ne Coke mit“) haben gezeigt, wie starke Emotionen mit einer Marke verknüpft werden können.
  • Apple stellt kreative Köpfe in den Mittelpunkt und zeigt, wie Technologie das Leben verändert. Durch Storytelling wird das Produkt zum Werkzeug für Innovation, Individualität und Kreativität.
  • Airbnb setzt auf authentische Geschichten von Gastgebern und Reisenden, die ihre Erfahrungen teilen. Dadurch wird die Marke nahbarer und erzeugt Vertrauen in die Community.

Wie Unternehmen emotionales Storytelling nutzen können

Auch kleine und mittelständische Unternehmen können von dieser Strategie profitieren. Eine authentische Unternehmensgeschichte, Erfahrungsberichte zufriedener Kunden oder ein Blick hinter die Kulissen können starke Emotionen auslösen. Wichtig ist, dass die Story ehrlich und glaubwürdig bleibt – denn nur dann erreicht sie die Menschen wirklich.

Eine weitere effektive Methode ist es, Geschichten von Mitarbeitenden zu erzählen, denn Menschen interessieren sich primär erst einmal für Menschen. Wer die Menschen hinter einem Unternehmen zeigt, schafft eine persönliche Verbindung zur Marke. Das kann durch Social-Media-Posts, Interviews oder Video-Portraits geschehen.

Die Rolle von Social Media im Storytelling
Social Media bietet eine perfekte Plattform für emotionales Storytelling. Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube eignen sich ideal, um kurze, aber eindrucksvolle Geschichten zu erzählen. Unternehmen können dort über Bilder, Videos und interaktive Elemente gezielt Emotionen wecken. Besonders Live-Formate, in denen Geschichten in Echtzeit erzählt werden, gewinnen immer mehr an Bedeutung.
Zudem erlaubt Social Media es, die eigene Community aktiv in die Markenstory einzubeziehen. Nutzer können aufgefordert werden, ihre eigenen Geschichten zu teilen, die dann von der Marke weitergetragen werden. Dies verstärkt nicht nur das Engagement, sondern macht die Marke noch authentischer.

So unterstützt Berkeley Kommunikation beim Brand-Storytelling
Eine packende Geschichte zu erzählen, ist keine Kunst – vielmehr ein Handwerk, das gelernt und perfektioniert werden kann. Genau an dieser Stelle setzt Berkeley Kommunikation mit seiner Storytelling Academy an. Mithilfe einer sechsstufigen Storytelling-Formel unterstützen Experten der Agentur Kunden dabei, ihre einzigartige Geschichte zu entdecken, zu strukturieren und wirkungsvoll zu erzählen.
Individuell auf den Status quo und die individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten, bieten die Storytelling-Workshops von Berkeley eine fundierte Grundlage, um emotionale und authentische Markenbotschaften zu entwickeln. Gemeinsam mit Kunden wird in interaktiven Sessions erarbeitet, welche Narrative am besten zu einer Marke passen, wie Emotionen gezielt eingesetzt werden können und welche Formate sich für die Kommunikation nach außen eignen.

Für die Umsetzung einer neuen Branding-Strategie bietet Branded by Berkeley ein komplettes Paket integrierter Dienstleistungen an. Diese unterstützen Unternehmen umfassend dabei, ihre Marke neu zu definieren, sich selbst stärker zu profilieren und die eigene Firmenhistorie und -philosophie so gefühlvoll, attraktiv und greifbar wie möglich zu erzählen.

Fazit: Geschichten bleiben, Werbung verblasst
In einer Welt voller Werbebotschaften haben Marken, die echte Geschichten erzählen, die Nase vorn. Emotionales Storytelling macht Unternehmen greifbarer und authentischer – und sorgt dafür, dass ihre Botschaft lange im Gedächtnis bleibt. Wer es schafft, seine Zielgruppe emotional zu berühren, gewinnt nicht nur Kunden, sondern wirkliche Fans.
Unternehmen, die Storytelling strategisch nutzen, haben einen klaren Vorteil: Sie werden nicht nur als Marke wahrgenommen, sondern als Teil des Lebens ihrer Kunden. Und genau das ist es, was langfristige Bindung und nachhaltigen Erfolg ausmacht.

Titelbild: Leandra Rieger auf Unsplash